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نزع الخوف من الثقافات الدخلة
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Aachener Zeitung - 07. September 2017

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المساعدة في اللغة أيضا في غرفة الولادة
Sprachehilfe ist auch im Kreißaal gefrag[...]
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Aachener Nachrichten - 24. März 2017

 

Stadt ehrt hilfsbereite Bürger für großes Engagement

Von: Christoph Hahn  
Letzte Aktualisierung: 

Stolberg. Was sie verschenken, wiegt schwerer als alles Gold und Gut: „Sie spenden Ihren Mitmenschen Zeit und Zuwendung“, schrieb Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier seinen Gästen ins Stammbuch. Die zeigen jeden Tag, was ihnen die Menschen in der Kupferstadt wert sind, indem sie sich ohne materiellen Gegenwert für sie engagieren - in der Leseförderung, im Sport oder beim Begleiten von Flüchtlingen durch den Alltag.

 

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Engagierte Stolberger: Bürgermeister Tim Grüttemeier (hintere Reihe, 2. von rechts), Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen (hinten, 2. von links) und Amtsleiterin Petra Jansen (links, mit Umhängetasche) stellten im Rathaus die neuen Ehrenamtskarteninhaber vor. Foto: C. Hahn

 

Die Gäste im Rathaus haben das sogar so intensiv getan, dass sie von der Stadt mit der Ehrenamtskarte ausgezeichnet wurden. Mit dieser Karte erhalten deren Inhaber diverse Vergünstigungen, in einem Eiscafé zum Beispiel oder beim Anmieten von Räumen im Jugendheim Münsterbusch für private Feiern.

Vor allem aber haben es die neun ausgezeichnete Frauen und Männer seit dem frühen Donnerstagabend offiziell: Ihr Einsatz für das Gemeinwesen zählt etwas in Stolberg. Oder, wie es wiederum der Bürgermeister formuliert: „Das Ehrenamt ist uns in dieser Stadt sehr wichtig.“

Der Querschnitt durch die neuen Karten-Inhaber sagt viel darüber aus, welches Gesicht die engagierten Kupferstädter tragen – das von Saida Hamadache, die aus Algerien stammt und von sich sagt: „Ich will das Leben der Flüchtlinge hier ein wenig leichter machen.“

Oder Frial Mdlal: 31 Jahre schon lebt die gebürtige Syrerin, inzwischen eine gestandene Großmutter, in Deutschland und nennt das, was sie tut, ganz schlicht beim Namen: „Ich übersetze bei der Arbeitsagentur und im Kindergarten.“

Arabisch lernen

Das macht sie auch, aber wie ihre Mitstreiterinnen Saida Hamadache und Aouatif Elfikr nicht nur. Unter dem Dach des Vereins „Frauen für Frauen in Stolberg“ entfalten die drei Musliminnen so unterschiedliche Aktivitäten wie den Kurs „Fahrradfahren für Frauen“, erteilen Kindern Arabisch-Unterricht oder machen ihre Klienten mit dem Lernportal der Volkshochschule bekannt.

Aus der Fremde

Die Ehrenamtskarte und der Kreis ihrer Inhaber erzählen aber noch eine andere Geschichte – die von Menschen, die aus der fernen Fremde in Stolberg ankommen und für die Aufnahme in der neuen Heimat so dankbar sind, dass sie den Weg dorthin jetzt auch anderen Migranten ebnen wollen. Und damit ist diese Geschichte auch die von Jasmin Ratschlag, die seit 20 Jahren in Stolberg lebt und dort zum Beispiel minderjährige Flüchtlinge unterstützt und so ganz nebenbei den Dialog zwischen Christen und Muslimen in Gang bringt.

Muarem Zaimi, auch er ein Kupferstädter und in der Kommunalpolitik als Mitglied des Integrationsrates fest verwurzelt, schöpft aus dem schwierigen Start ins neue Leben die Energie für sein Engagement: „Damals war es nicht möglich, einen Menschen zu finden, der einem einen guten Rat gibt.“ Dieser Mensch, der seinem Gegenüber diesen guten Rat – so jemand will der gebürtige Kosovo-Albaner heute sein.

Gewissenhaft

Nicht alle der neuen Ehrenamtskarten-Inhaber haben einen Migrationshintergrund. Zum Beispiel Geert Desmedt, der zweite Vorsitzende der DJK Sportfreunde Dorff, der (bei der Präsentation im Rathaus verhindert) überdies im ganzen Kreis Aachen des Fußballverbands Mittelrhein aktiv ist und von seinen Dorffer Vorstandskollegen als „verlässlich und gewissenhaft“ bezeichnet wird.

Durch die „Initiative Kleis“ um den gleichnamigen Stolberger Apotheker für das Ehrenamt begeistert wurden Uwe Kalei, der in Schulen und dem Kulturhaus „Kugel“ in Velau Leseförderung betreibt und auch sonst „viel mit Flüchtlingen“ arbeitet. Ebenfalls über die Initiative des Apothekers wurde Rolf Ahlendorf rekrutiert, der „seinen“ Flüchtlingen das denkbar beste Zeugnis ausstellt: „Das sind gute Jungs.“ Und er versichert: „Die werden sich gut integrieren.“

Multitalent

Ein echtes Multitalent ist schließlich Regina Becker: Sie ist nicht nur Spielplatzpatin auf dem Donnerberg, sondern auch aktiv beim Besuchsdienst im Bethlehem-Gesundheitszentrum, „Lesetante“ in der Stadftbücherei und schließlich Mitarbeiterin der Stolberger Tafel – die Liste ist lang.

In letzterer Eigenschaft (ihr Ehemann packt ebenfalls bei der Stolberger Tafel mit an) hält sie ein temperamentvolles Plädoyer und äußert dabei vor allem einen besonderen Herzenswunsch und erweist sich dabei als die handfeste Tafel-Praktikerin: „Wir brauchen dringend Helfer“, erklärt sie und unterfüttert ihren Appell: „Sie glauben gar nicht, wie schwer das ist, Gemüse zu putzen.“

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تكريم المدينة للمتطوعين المتفانين
Stadt ehrt hilfsbereite Bürger für große[...]
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Stolberger Zeitung 19.10.2016

Ein neuer Verein unterstützt Frauen im Alltag

In Stolberg gründet sich „Frauen für Frauen in Stolberg“ unter dem Vorsitz von Mazeena Ismail. Unterricht für Kinder, Hilfe bei Behördengängen.

VON LEANDRA KUBIAK

Stolberg. Unterstützung im Alltag, da wo sie gebraucht wird: Das ist die Art von Hilfe, die der Verein „Frauen für Frauen in Stolberg“ (fffis) Frauen und deren Familien bieten möchte. Und da gehört es auch schon mal dazu, dem Alltag zu entfliehen, aus der Wohnung rauszukommen und neue Orte in der Umgebung zu entdecken. So machte sich eine 40-köpfige Gruppe von Stolberg aus auf den Weg nach Eschweiler und besuchte „Rocolinos Kinderwelt“. 

Das Angebot des Vereins ist zwar offen für alle Frauen, in erster Linie richtet es sich aber an Flüchtlinge und Migranten, die erst seit kurzem in Deutschland leben. „Die meisten Frauen, die das Angebot nutzen, kommen aus Syrien und dem Irak“, erzählt Saeda Hamadache, die sich ehrenamtlich im Verein engagiert. Sie selbst stammt aus Algerien, hat dort Informatik studiert und lebt inzwischen seit fast 30 Jahren in Deutschland. Sie weiß, wie schwierig es anfangs für die Frauen ist, sich hier zurechtzufinden. 

Die Sprachbarriere

Die Ehrenamtler im Verein stehen den Frauen zum Beispiel zur Seite, wenn es darum geht, behördliche Briefe zu beantworten oder den Gang zu einer Behörde zu meistern. Oftmals ist es schlicht die Sprachbarriere, die im Weg steht. Ungewohnt ist für viele Frauen aber auch allgemein die Tatsache, dass so oft Briefe ins Haus kommen und Dinge formal geregelt werden müssen. Die Frauen seien es aus ihrer Heimat gewohnt, dass ein Brief nur dann ins Haus kommt, wenn es etwas wirklich Ernstes zu regeln gibt, erzählt Hamadache, nicht ohne ein Schmunzeln im Gesicht. In Deutschland werde schließlich ständig etwas auf dem postalischen Weg übermittelt. 

Der Verein bietet aber nicht nur Hilfestellungen, wenn es um behördliche Angelegenheiten geht. Auch Aouatif Elfikr ist als Ehrenamtlerin aktiv: Sie bringt den Frauen unter anderem zu festen Terminen das Fahrradfahren bei. Elfikr lebt seit zehn Jahren in Stolberg, gebürtig stammt sie aus Marokko. Eingesprungen wird aber auch spontan: beispielsweise dann, wenn für eine der Frauen ein Umzug ansteht. Da wurde schon mitgeholfen, günstiges Inventar zu finden, erzählt Hamadache. 

Die Idee zu einem solchen Verein entstand schon Ende des vergangenen Jahres. Zu Beginn des Jahres wurden die Pläne dann konkreter. Nachdem es in Velau lange die Interessengemeinschaft (IG) „Frauen und Mädchen in Velau“ gab, entstand jetzt der eingetragene Verein. Vorsitzende ist Mazeena Ismail, die auch stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Stolberg ist. Mitgliederbeiträge gebe es nicht, der Verein finanziere sich über Spenden und Fördergeld, erklärt Ismail. 

Als Treffpunkt für die Aktivitäten des Vereins hat sich das Kultur- und Generationenhaus, die „Kugel”, an der Breslauer Straße etabliert. Montags und Freitags treffen sich Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Jugendtreff Westside, um gemeinsam das Fahrradfahren zu üben. Der Verein hat dafür eigene Fahrräder angeschafft. Jeweils am ersten Donnerstag im Monat wird außerdem ein großes internationales Frauenfrühstück in der „Kugel“ angeboten. Bei dieser Gelegenheit werden aktuelle Angebote vorgestellt und Ideen für Neues geschmiedet. Die Hilfestellung des Vereins richtet sich nicht nur an Frauen, die Kinder stehen ebenfalls im Fokus. Die meisten Frauen, die die Betreuung bislang in Anspruch nehmen, seien erst seit eineinhalb Jahren oder noch kürzer in Deutschland, sagt Hamadache. Und der größte Teil von ihnen sei mit Kindern hergekommen. 

Hilfe bei den Hausaufgaben

Die Frage, ob Frauen es schwerer hätten als Männer, sich einzuleben und zu integrieren, bejaht die Ehrenamtlerin. In der Regel müssten sie die Kinder betreuen und würden weniger rauskommen. „Frauen für Frauen“ biete daher nach Bedarf auch eine Betreuung der Kinder an, damit die Frauen Zeit haben, sich um andere Dinge zu kümmern. Zwei Mal pro Woche werde zudem eine Hausaufgaben-Hilfe für Schüler angeboten, sagt Hamadache: jeweils freitags am Vormittag und dienstags am Nachmittag. Dort helfen Lehrer den Kindern ehrenamtlich bei schulischen Problemen und unterrichten die deutsche Sprache. 

Die zwölfjährige Najwe Diab, die seit einem Jahr in Stolberg lebt, und der 13-jährige Mohammed Alahmad, der erst seit neun Monaten hier ist, verstehen die Sprache schon ganz gut und gehen inzwischen auch beide zur Schule. Ein Ausflug in den Freizeitpark ist da natürlich trotzdem eine willkommene Abwechslung. Neben dem Ausflug nach Eschweiler hat der Verein gestern auch eine Besichtigung des Museums Zinkhütter Hof organisiert. Ganz frisch ist nun auch die Website des Vereins online gegangen. 

Der Verein im Netz: 

www.fffis.de

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Website translation FFFIS_3_3.pdf
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جمعية جديدة تقوم بمساندة النساء في حياتهن اليومية
Ein neuer Verein unterstützt Frauen im A[...]
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Stolberger Zeitung 02.07.2016

Spende für Flüchtlinge

 
 
 

Einen symbolischen Scheck im Wert von 1000 Euro konnten jetzt Khairunnissa Mazeena Ismail und Andrea Müller von Monika Weißhaupt und Hartmut Kleis entgegennehmen. Der Erlös stammt vom Benefizkonzert „Stolberger musizieren für Stolberger“ auf Initiative des Arbeitskreises Stolberger Musiksommer. Mehr als 150 Musikfreunde waren gekommen, um den Interpretationen zu lauschen. Die Stolberger Künstler hatten alle auf ihre Gage verzichtet. Der Geldbetrag kommt dem neu gegründeten Verein „Frauen für Frauen in Stolberg e.V.“ zugute, die sich regelmäßig mit syrischen Flüchtlingen in der „Kugel“ in der Velau treffen. Neben Sprachunterricht für die Mütter und den Nachwuchs – viele Kinder finden wegen Überbelegung an den Schulen keinen Platz – erhalten die Frauen hier Hilfe in der Alltagsbewältigung. (mlo)/Foto: M. L. Otten

 

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ستولبرغ تدعم عائلات سورية
spende Syrische Familien unterstützt Sto[...]
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Stolberger Zeitung 19.03.2016

„Damen in Stolberg sollen Politik aufmischen“ 

Beim Frauentreffen im Museum Zinkhütter Hof geht es um gleichen Lohn, gleiche Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Gleichstellung

 

 
 
 
 
 

 

Stolberg. Im Museum Zinkhütter Hof standen jetzt einmal die Frauen im Mittelpunkt. Denn diese kämpfen nach wie vor für bessere Arbeitsbedingungen, gleichen Lohn und gleichwertige Arbeit sowie die Gleichstellung der Frau.

Um diese Themen hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Susanne Goldmann, mit Vertreterinnen aus der Politik und aus der Stolberger Gesellschaft ein buntes Programm erarbeitet, das interessante Einblicke in die Themen gab, die Frauen bewegen. Der städtische Beigeordnete, Robert Voigtsberger, betonte in seiner Begrüßung, dass diese Veranstaltung, die seit 2003 in Stolberg organisiert wird, Seltenheitswert in der Städteregion habe. Und er hoffe gleichzeitig, dass sich genug interessierte Damen in Stolberg finden, „um die Politik aufzumischen“. Denn leider sei es so, dass die Damen in der Gesellschaft die Mehrheit haben, aber in der Politik unterrepräsentiert seien. 

Sozialer Austausch

Das Angebot zum Frauentag im Zinkhütter Hof war groß, der Andrang eher bescheiden. Deutsche Frauen waren nur spärlich vertreten. Das Ziel, einen persönlichen, sozialen Austausch zu pflegen, scheint in Zeiten von Smartphone und Co. in den Hintergrund zu geraten. Die Damen saßen zwar nebeneinander, aber das persönliche Gespräch blieb doch aus, weil jeder mit seinem Handy beschäftigt war. Die einzelnen Stände hatten auch so ihre Schwierigkeiten, nur vereinzelt konnten sie dem ein oder anderen Gast etwas von ihrem Tun erzählen. 

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ besteht sein 37 Jahren in und um Aachen. Die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen unterstützt, berät und informiert die von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und das in englischer, französischer, persischer, russischer, serbokratischer und rumänischer Sprache und kostenlos und unter Schweigepflicht. Für die KoKoBe sind die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung besonders wichtig. Ansprechpartnerin für Eschweiler, Stolberg ist hier Tina Elsen.

Sie koordiniert die Stellen, die Hilfe anbieten, gibt Informationen über verschiedene Freizeitangebote und berät, wo die Menschen wohnen, arbeiten oder Hilfe bei Ämtern und Behörden bekommen. In Stolberg ist sie jeden 1. Donnerstag im Monat von 14.30 - 16.30 Uhr im Rathaus. 98 Prozent der Kindertagespflegepersonen haben sich untereinander vernetzt und arbeiten intensiv mit dem Jugendamt der Kupferstadt Stolberg zusammen. Ihr Ziel ist es, die Anerkennung ihrer Tätigkeit als vollwertigen Beruf. 

Aufbau-Workshops

Wie Familie und Beruf zusammenpassen und welche Möglichkeiten sich für die Frauen hier ergeben, wusste Frau Andrea Hilger von der Bundesagentur für Arbeit. Sie wies auf Aufbau-Workshops hin und gab Tipps für einen erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf. Bei der AWO, der Beratungsstelle für Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung, lagen Flyer in verschiedenen Sprachen aus und auch Beratung vor Ort war möglich. 

Gabi Halali von den Linken setzte sich für ein dialogfreudiges Stolberg ein, um die Angst vor dem Fremden abzubauen. Die Partei möchte in ihren neuen Flyern Stolberg „links“ drehen und sie mehr als Fahrradstadt sehen, während die Grünen und Bündnis-90-Frauen sich mit Fremdenhass, Asylpolitik und dem Abschalten von Tihange kümmern. 

Aus Musicals

Am Sonntag eröffneten Merit Schneider und Radoslava Gordin den Tag mit Stücken aus verschiedenen Musicals. Auch Hanna Brückner vom Ritzefeld-Gymnasium erfreute wiederum die Teilnehmer mit bekannten Popsongs. Ein Rettungswagen der Feuerwehr war anwesend, und lebensrettende Maßnahmen wurden gezeigt. Es gab eine erste Präsentation für die am 19. Juni geplante Ausstellungseröffnung „Frauen auf der Flucht durch die Jahrhunderte“. Frau Goldmann und Mazeena Ismail erzählten freudig, dass es bald einen neuen Verein „Frauen für Frauen“ geben werde, um den jungen Mädchen und Frauen noch besser helfen zu können. International war der Weltfrauentag allemal. Nicht nur, dass die Anwesenden in deutsch und englisch begrüßt wurden, es gab neben den internationalen Musikbeiträgen und Tanzgruppen ein internationales Buffet. Sogar die indische Saritechnik wurde kompetent erklärt und durfte ausprobiert werden. Recht aufwendig war das Flechten von Rastazöpfen und die Henna-Tattoos. Das Zeichnen und Malen mit Formen und Farben nach inneren Bildern, Vorstellungen und Wünschen wurde viel von den Kindern genutzt, die sich darüber hinaus schminken ließen oder das Spielmobil draußen nutzten. Hannelore Raakow war Ansprechpartnerin für die Strick- und Häkelgruppe, die sich jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr in der Kugel in der Breslauer Straße trifft. Sie stricken Mützen, Schals, Socken und Pullover für den Eigenbedarf oder zum Verschenken und würden sich über noch mehr Zulauf freuen, denn nicht nur die Handarbeit verbindet, sondern auch das Voneinander-Lernen. (mlo)

Equalpayday: Stofftaschen zur Erinnerung

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man diesen Wert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage umsonst. 

Der „Equalpayday“ am Samstag, 19. März möchte auf diesen Missstand hinweisen. Susanne Goldmann steht am Samstag vor dem Rathaus von 10 bis 12 Uhr und verschenkt rote Stofftaschen.

„Die Kindertagespflege muss als vollwertiger Beruf anerkannt werden.“

Tina Elsen,
Beraterin im Rathaus

„Bald wird es einen neuen Verein Frauen für Frauen geben.“

Susanne Goldmann,
Gleichstellungsbeauftragte

 

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  • Ladies should mix up politics in Stolberg”

The women’s meeting in museum named Zinkhütter Hof is about equal wages, equal working conditions and social equality

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Stolberger Zeitung 12.11.2015

„Brauchen einen Verein Frauen helfen Frauen“

Weibliche Flüchtlinge haben Furchtbares erlebt

Stolberg. Was sind die langfristigen Folgen von Kriegsvergewaltigungen für betroffene Frauen? Welche Unterstützung benötigen sie? Diese und andere Fragen stehen am 25. November im Mittelpunkt, wenn die Nation den internationalen Tag „Gewalt gegen Frauen“ begeht. Auch in Stolberg wird dieses Thema von der Gleichstellungsbeauftragten Susanne Goldmann, der Sozialpädagogin Gabriele Wirtz und der Integrationsbeauftragten Mazeena Ismail aufgegriffen. Sie fordern spezielle Konzepte, damit die Frauen und Mädchen weder sexueller noch anderer Gewalt ausgesetzt sind.

Am 25. November soll das Anliegen im Museum Zinkhütter Hof einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Fachausschuss Gewalt gegen Frauen in Aachen wird eine Veranstaltung für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema häusliche Gewalt angeboten. Das Kernstück wird ein Musiktheaterstück der Theatergruppe Eukitea sein, das „Du bist unschlagbar“ aufführen wird. In diesem Jahr liegt der Focus auf Frauen mit Flüchtlingshintergrund. Sie sind oft geflohen aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen, wegen Armut, Hunger, Krieg und Folter, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution. 

Die Angst ist der ständige Begleiter von weiblichen Flüchtlingen. Sexuelle Übergriffe geschehen im Herkunftsland, auf der Flucht und in den Erstaufnahmestellen. Während Frau Goldmann auf einen Notruf in Aachen verweist und sich für Stolberg mehr Psychotherapeuten wünscht, glaubt Gabriele Wirtz , dass die sachgerechte Behandlung für betroffene Frauen nicht nur Fachleuten leisten können. Die Sozialpädagogin der Stadt fordert eine bessere Willkommenskultur und eine Gewährleistung des Aufenthaltsstatus. „Ein Frauencafé, wie es zum Beispiel in der Velau angeboten wird, bietet Rückzugsmöglichkeiten und hilft Vertrauen aufzubauen“, sagt Ismail. Sie sei zwar gut vernetzt und könne oft helfen, „aber ein monatliches Treffen ist zu wenig für die Frauen und Mädchen aus vielen verschiedenen Ländern mit vielen verschiedenen Sprachen und Kulturen“. Daher wünschen sich die drei Damen langfristig mehr Anlaufstellen und überlegen, wie ein Verein „Frauen helfen Frauen in Stolberg“ umzusetzen ist.(mlo)

English

“We need an association for women helping women”

Female refugees went through terrible things.

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Stolberger Zeitung 21.05.2014

„Frauen müssen aktiver werden“

Mazzena Ismail tritt als Einzelbewerberin bei der Integrationsrats-Wahl an

 
 
 
 
 

 

Stolberg. An Alternativen mangelt es bei der Integrationsratswahl am kommenden Sonntag nicht. Denn neben den beiden neu formierten Listen der „Migrantenstimme Stolberg“ (MSS) und den „Vereinigten Stolberger Migranten“ (VSM) bewirbt sich mit K. Mazeena Ismail auch erstmals eine Einzelbewerberin um einen Sitz in der Stolberger Migrantenvertretung.

Die aus Sri Lanka stammende, gelernte Bürokauffrau wohnt seit 1992 in Stolberg und möchte sich im Falle ihrer Wahl besonders für die Förderung von Frauen mit Migrationshintergrund in der Kupferstadt einsetzen. Wichtige Anliegen seien die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr gesellschaftliche Teilhabe, so Ismail. „Frauen mit Migrationshintergrund müssen in Stolberg einfach aktiver werden“, ist die erste Einzelbewerberin in der Geschichte des Stolberger Integrationsrats überzeugt.

Ehrenamtlerin der „Kugel“

Als Ehrenamtlerin des Kultur- und Generationenhauses „Kugel” in der Velau und Hausaufgabenbetreuerin der Hermannschule ist Ismail bereits bestens vertraut mit Integrationsthemen der Stadt. „Mir ist wichtig, die Familien der Migranten mit Informationen über Kindergärten, Schulen und Weiterbildung zu versorgen“, schreibt die Kandidatin auf ihrer eigens für die Wahl eingerichteten Internetseite. Ferner wolle sie Kindern und Jugendlichen Freizeitangebote vermitteln und „die Frauen zusammenbringen, damit sie Kontakte knüpfen können“.

Egal wie das Ergebnis am Sonntag für die Einzelbewerberin, die nach eigenen Angaben 15 Nationen hinter sich vereint, ausfällt – eines steht für Ismail jetzt schon fest: Bei der übernächsten Wahl will sie wieder kandidieren. Nicht als Einzelkämpferin, sondern mit einer „internationalen Frauenliste“, wie sie verrät.(lkf) 

 

English

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Stolberger Zeitung 11.03.2014

 

Der Frauentag wird zum Fest der Nationen

Voneinander lernen und sich austauschen: Das Angebot an Ständen im alten Rathaus ist so vielfältig, wie die Frauen selbst.

Von Louisa Houben

 
 
 
 
 

 

Stolberg. Frauen sind gut organisiert und vernetzt, das wird an diesem internationalen Frauentag deutlich. Sie bieten selbst zubereitete Köstlichkeiten aus Albanien, der Türkei und Marokko an, verkaufen englische Bücher, basteln mit den Kindern und vor allem: informieren und beraten sich gegenseitig. Denn die Damen treffen sich im alten Rathaus, um miteinander ins Gespräch zu kommen: auf Deutsch, Türkisch, Englisch, Russisch...

„Wir können viel voneinander lernen,“ betont Susanne Goldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stolberg und verweist auf die „vorbildlich organisierten“ Frauenabteilungen der Stolberger Moscheen, die an diesem Tag Tische im Rathaus mit Leckereien bestückt haben und ihren Teil dazu beitragen, dass die Veranstaltung gut besucht ist. „Flia“ heißt eins der vielen herzhaften Gebäcke, die die Damen des Islamisch Albanischen Kultur Zentrums anbieten. Dazu gibt es einen Becher Tee mit Zitrone. 

An einem anderen Tisch lässt sich eine Besucherin die Hände mit Henna verzieren, an einem anderen Stand wird die Haarpracht der Mädchen zu vielen kleinen Zöpfen geflochten und bei der Modenschau entdeckt die ein oder andere noch etwas Schickes zum anziehen. Die Treppe am Rathaus wird zur Bühne von Zumba-Tänzerinnen und die Kinder des Figuren-Theaters „Spiegelei“ erwecken ihre Puppen zum Leben. Das Angebot ist so vielfältig und verschieden wie die Teilnehmerinnen und Besucherinnen des Frauentags selbst.

Nationenvielfalt im Vordergrund

Gemeinsam mit Praktikantin Liridona Gashi und Khairunnissa Mazeena Ismail, der IG Frauen und Mädchen hat Susanne Goldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, die Veranstaltungen zum internationalen Frauentag organisiert. Dabei standen die vielen Nationen, die in Stolberg wohnen und gemeinsam leben im Vordergrund. 

Neben den Angeboten am Samstag, fand freitags der internationale Weltgebetstag der Frau im ökumenischen Gemeindezentrum statt und am Sonntag der internationale Frauentag in der DITIB-Moschee. „Wir feiern ein Fest über drei Tage – das soll uns mal einer nachmachen,“ sagt Susanne Goldmann. 

In Sachen Gleichstellung sei in Stolberg und den Kommunen der Städteregion schon viel erreicht worden. Doch es gebe immer noch Baustellen. Besonders dort, wo die Gesellschaft es nicht unmittelbar mitbekomme, würden Frauen schikaniert und verletzt, körperlich wie seelisch. 

Rechtsanwältin Seyda Berber weiß von dem Leid der gebrochenen Frauen zu berichten. Sie betreut Opfer von Mobbing, Stalking und häuslicher Gewalt. Dabei hat sie die Erfahrung gemacht, dass die deutsche Sprache oft ein Problem ist. „Mit meinem Vortrag möchte ich einen Beitrag für mehr Aufklärung leisten,“ erklärt die Rechtsanwältin. Auf Deutsch und anschließend auf Türkisch gibt sie allen im Saal die Möglichkeit, mehr Erkenntnisse über Frauenrechte zu gewinnen und zu lernen, wie sich Opfer von Schikanen zur Wehr setzten können.

Neben weiteren Vorträgen zu Themen wie Kinderbetreuung oder Unterhaltszahlung bieten unter anderem auch Info-Stände von Tagesmüttern, der AWO, der Caritas oder der Hebammen Praxis „Lebenslinie“ Beratung an. Beatrice Koll und Dorothee Bremen informieren über die miserable Zukunft ihrer Kolleginnen. Denn die Kosten für die Haftpflichtversicherung für Hebammen explodieren. Die Nürnberger Versicherungsgruppe, die bisher eine der wenigen Anbieter war, die Hebammen Haftpflicht-versichert hat, will sich ab Sommer 2015 aus dem Geschäft zurückziehen. 

Für Hebammen bedeutet das, dass sie kaum noch freiberuflich Geburten betreuen und Vor- und Nachsorge anbieten können. 

„Das bedeutet einerseits das berufliche Aus für Freiberufler und für die Frauen, dass sie nicht mehr frei wählen dürfen welche Hebamme sie während der Schwangerschaft betreut. Damit ist die Selbstbestimmung der Frau extrem eingeschränkt,“ erklärt Koll. 

Eifrig sammeln sie Unterschriften für die laufende Internet-Petition und gewinnen Unterstützerinnen. 

Im alten Rathaus in Stolberg ist am internationalen Frauentag richtig was los. Die Damen nutzen die Gelegenheit sich auszutauschen, sich zu informieren oder beraten zu lassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich vielleicht auch ein wenig selber zu feiern.

 

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Die internationale Frauengruppe des Stadtteils steuert kulinarische Köstlichkeiten zur offiziellen Eröffnung der „Kugel” am Samstagvormittag bei. Foto: D. Müller

Stolberger Zeitung 27.11.2011

 

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an
 

Von: Dirk Müller

 

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an
Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung: 27. November 2011, 18:31 Uhr
Die internationale Frauengrupp
Die internationale Frauengruppe des Stadtteils steuert kulinarische Köstlichkeiten zur offiziellen Eröffnung der „Kugel” am Samstagvormittag bei. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. Die Resonanz war groß am Samstag bei der Eröffnung des Kultur- und Generationenhauses („Kugel”) an der Breslauer Straße, und neben Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und den Gründungsmitgliedern des Vereins Kugel waren es vor allem die Bewohner der Velau, die die Veranstaltung mit Leben füllten.

Die Catering-Schülerfirma der Kogelshäuserschule versorgte die Gäste mit Getränken, die internationale Frauengruppe der Velau bot kulinarische Köstlichkeiten an, und man kam ins Gespräch. Die „Kugel” bewährte sich gleich zum offiziellen Start als gesellschaftliches Zentrum und Treffpunkt der Generationen und Kulturen.

Im offiziellen Teil der Einweihung bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die „Kugel” als einen Ort, an dem Integration wirklich gelebt werde. „Die Velau ist ein besonderer Stadtteil mit vielen Chancen, und das Projekt ?Soziale Stadt hat viel erreicht, nicht nur die Kugel. Die Bündelung von Engagement schafft eine nachhaltige Verbesserung der Stimmung im Stadtteil”, lobte Gatzweiler.

Stadtteilmanager Wolfgang Joußen dankte seinerseits der Verwaltung, dem Stadtrat und der Kogelshäu-serschule, auf deren Gelände das alles andere als runde Gebäude beherbergt ist, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. „Mein besonderer Dank gilt natürlich den Bewohnern der Velau, die das Haus mit geplant und getragen haben”, sagte Joußen.

Nachdem Andrea Müller kurz den Verein Kugel vorgestellt hatte, erkundeten die vielen Besucher der Eröffnung ausgiebig die insgesamt 150 Quadratmeter des neuen Kultur- und Generationenhauses. Unter ihnen auch Margarete und Georg Hipler, die vom Donnerberg in die Velau gekommen waren, um die Kugel kennenzulernen.

„Wir waren neugierig und wollten wissen, was es mit der Einrichtung auf sich hat”, beschrieb Georg Hipler, und seine Frau meinte, der Weg habe sich gelohnt: „Es ist auch von Innen ein tolles Haus, in dem interessante Veranstaltungen geplant sind. Es war gut, hierher zu kommen, denn jetzt können wir anderen Menschen berichten, was hier aufgebaut wurde”, erklärte Margarete Hipler, die sehr angetan war.

Die barrierefreie „Kugel” verfügt über Beschallungs- und Klimaanlage sowie Sanitärbereiche und Behinderten-WC. Videobeamer sind bereits installiert, und eine mobile Bühne wird künftig die Ausstattung des großen Hauptraums komplettieren, so dass dieser zum Beispiel auch für Tagungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden kann.

Mobile Trennwand

Mittels einer mobilen Trennwand kann der Raum unterteilt werden, und zwei Veranstaltungen können zeitgleich stattfinden. Ein kleines Büro und eine Teeküche sind ebenso vorhanden wie Anschlüsse für eine mobile Theke, denn in der „Kugel” sollen nicht nur verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, sondern das Haus wird auch den Anwohnern in der Velau zur Verfügung stehen.

„Dinge, die das Leben der Bewohner des Stadtteils bestimmen, sollen hier stattfinden. Also können die Räumlichkeiten auch für private Feiern angemietet werden”, erläuterte Ralf Bruders, einer der Vorsitzenden des Vereins, der ab Januar 2012 die Gesamtverantwortung für das Haus tragen wird. Ein erstes vorgegebenes Veranstaltungsangebot besteht bereits: Montags von 14 bis 16 Uhr öffnet ein Seniorentreff für Migranten, dienstags läuft von 10 bis 12 Uhr das Sprachaustauschprogramm „Tandem”, und von 14 bis 16 Uhr gibt es Gruppenangebote für Senioren.

Zudem werden mittwochs von 10 bis 12 Uhr Migranten beraten, von 14 bis 16 Uhr finden offene Sprechstunden des Jugendmigrationsdienstes statt und von 16 bis 17.30 Uhr ein Familientreff. Donnerstags öffnet das Müttercafé mit Spielkreis von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/velau-die-kugel-kommt-bei-den-menschen-an-1.395112#plx498136009
Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an
Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung: 27. November 2011, 18:31 Uhr
Die internationale Frauengrupp
Die internationale Frauengruppe des Stadtteils steuert kulinarische Köstlichkeiten zur offiziellen Eröffnung der „Kugel” am Samstagvormittag bei. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. Die Resonanz war groß am Samstag bei der Eröffnung des Kultur- und Generationenhauses („Kugel”) an der Breslauer Straße, und neben Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und den Gründungsmitgliedern des Vereins Kugel waren es vor allem die Bewohner der Velau, die die Veranstaltung mit Leben füllten.

Die Catering-Schülerfirma der Kogelshäuserschule versorgte die Gäste mit Getränken, die internationale Frauengruppe der Velau bot kulinarische Köstlichkeiten an, und man kam ins Gespräch. Die „Kugel” bewährte sich gleich zum offiziellen Start als gesellschaftliches Zentrum und Treffpunkt der Generationen und Kulturen.

Im offiziellen Teil der Einweihung bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die „Kugel” als einen Ort, an dem Integration wirklich gelebt werde. „Die Velau ist ein besonderer Stadtteil mit vielen Chancen, und das Projekt ?Soziale Stadt hat viel erreicht, nicht nur die Kugel. Die Bündelung von Engagement schafft eine nachhaltige Verbesserung der Stimmung im Stadtteil”, lobte Gatzweiler.

Stadtteilmanager Wolfgang Joußen dankte seinerseits der Verwaltung, dem Stadtrat und der Kogelshäu-serschule, auf deren Gelände das alles andere als runde Gebäude beherbergt ist, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. „Mein besonderer Dank gilt natürlich den Bewohnern der Velau, die das Haus mit geplant und getragen haben”, sagte Joußen.

Nachdem Andrea Müller kurz den Verein Kugel vorgestellt hatte, erkundeten die vielen Besucher der Eröffnung ausgiebig die insgesamt 150 Quadratmeter des neuen Kultur- und Generationenhauses. Unter ihnen auch Margarete und Georg Hipler, die vom Donnerberg in die Velau gekommen waren, um die Kugel kennenzulernen.

„Wir waren neugierig und wollten wissen, was es mit der Einrichtung auf sich hat”, beschrieb Georg Hipler, und seine Frau meinte, der Weg habe sich gelohnt: „Es ist auch von Innen ein tolles Haus, in dem interessante Veranstaltungen geplant sind. Es war gut, hierher zu kommen, denn jetzt können wir anderen Menschen berichten, was hier aufgebaut wurde”, erklärte Margarete Hipler, die sehr angetan war.

Die barrierefreie „Kugel” verfügt über Beschallungs- und Klimaanlage sowie Sanitärbereiche und Behinderten-WC. Videobeamer sind bereits installiert, und eine mobile Bühne wird künftig die Ausstattung des großen Hauptraums komplettieren, so dass dieser zum Beispiel auch für Tagungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden kann.

Mobile Trennwand

Mittels einer mobilen Trennwand kann der Raum unterteilt werden, und zwei Veranstaltungen können zeitgleich stattfinden. Ein kleines Büro und eine Teeküche sind ebenso vorhanden wie Anschlüsse für eine mobile Theke, denn in der „Kugel” sollen nicht nur verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, sondern das Haus wird auch den Anwohnern in der Velau zur Verfügung stehen.

„Dinge, die das Leben der Bewohner des Stadtteils bestimmen, sollen hier stattfinden. Also können die Räumlichkeiten auch für private Feiern angemietet werden”, erläuterte Ralf Bruders, einer der Vorsitzenden des Vereins, der ab Januar 2012 die Gesamtverantwortung für das Haus tragen wird. Ein erstes vorgegebenes Veranstaltungsangebot besteht bereits: Montags von 14 bis 16 Uhr öffnet ein Seniorentreff für Migranten, dienstags läuft von 10 bis 12 Uhr das Sprachaustauschprogramm „Tandem”, und von 14 bis 16 Uhr gibt es Gruppenangebote für Senioren.

Zudem werden mittwochs von 10 bis 12 Uhr Migranten beraten, von 14 bis 16 Uhr finden offene Sprechstunden des Jugendmigrationsdienstes statt und von 16 bis 17.30 Uhr ein Familientreff. Donnerstags öffnet das Müttercafé mit Spielkreis von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/velau-die-kugel-kommt-bei-den-menschen-an-1.395112#plx498136009
Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an
Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung: 27. November 2011, 18:31 Uhr
Die internationale Frauengrupp
Die internationale Frauengruppe des Stadtteils steuert kulinarische Köstlichkeiten zur offiziellen Eröffnung der „Kugel” am Samstagvormittag bei. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. Die Resonanz war groß am Samstag bei der Eröffnung des Kultur- und Generationenhauses („Kugel”) an der Breslauer Straße, und neben Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und den Gründungsmitgliedern des Vereins Kugel waren es vor allem die Bewohner der Velau, die die Veranstaltung mit Leben füllten.

Die Catering-Schülerfirma der Kogelshäuserschule versorgte die Gäste mit Getränken, die internationale Frauengruppe der Velau bot kulinarische Köstlichkeiten an, und man kam ins Gespräch. Die „Kugel” bewährte sich gleich zum offiziellen Start als gesellschaftliches Zentrum und Treffpunkt der Generationen und Kulturen.

Im offiziellen Teil der Einweihung bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die „Kugel” als einen Ort, an dem Integration wirklich gelebt werde. „Die Velau ist ein besonderer Stadtteil mit vielen Chancen, und das Projekt ?Soziale Stadt hat viel erreicht, nicht nur die Kugel. Die Bündelung von Engagement schafft eine nachhaltige Verbesserung der Stimmung im Stadtteil”, lobte Gatzweiler.

Stadtteilmanager Wolfgang Joußen dankte seinerseits der Verwaltung, dem Stadtrat und der Kogelshäu-serschule, auf deren Gelände das alles andere als runde Gebäude beherbergt ist, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. „Mein besonderer Dank gilt natürlich den Bewohnern der Velau, die das Haus mit geplant und getragen haben”, sagte Joußen.

Nachdem Andrea Müller kurz den Verein Kugel vorgestellt hatte, erkundeten die vielen Besucher der Eröffnung ausgiebig die insgesamt 150 Quadratmeter des neuen Kultur- und Generationenhauses. Unter ihnen auch Margarete und Georg Hipler, die vom Donnerberg in die Velau gekommen waren, um die Kugel kennenzulernen.

„Wir waren neugierig und wollten wissen, was es mit der Einrichtung auf sich hat”, beschrieb Georg Hipler, und seine Frau meinte, der Weg habe sich gelohnt: „Es ist auch von Innen ein tolles Haus, in dem interessante Veranstaltungen geplant sind. Es war gut, hierher zu kommen, denn jetzt können wir anderen Menschen berichten, was hier aufgebaut wurde”, erklärte Margarete Hipler, die sehr angetan war.

Die barrierefreie „Kugel” verfügt über Beschallungs- und Klimaanlage sowie Sanitärbereiche und Behinderten-WC. Videobeamer sind bereits installiert, und eine mobile Bühne wird künftig die Ausstattung des großen Hauptraums komplettieren, so dass dieser zum Beispiel auch für Tagungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden kann.

Mobile Trennwand

Mittels einer mobilen Trennwand kann der Raum unterteilt werden, und zwei Veranstaltungen können zeitgleich stattfinden. Ein kleines Büro und eine Teeküche sind ebenso vorhanden wie Anschlüsse für eine mobile Theke, denn in der „Kugel” sollen nicht nur verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, sondern das Haus wird auch den Anwohnern in der Velau zur Verfügung stehen.

„Dinge, die das Leben der Bewohner des Stadtteils bestimmen, sollen hier stattfinden. Also können die Räumlichkeiten auch für private Feiern angemietet werden”, erläuterte Ralf Bruders, einer der Vorsitzenden des Vereins, der ab Januar 2012 die Gesamtverantwortung für das Haus tragen wird. Ein erstes vorgegebenes Veranstaltungsangebot besteht bereits: Montags von 14 bis 16 Uhr öffnet ein Seniorentreff für Migranten, dienstags läuft von 10 bis 12 Uhr das Sprachaustauschprogramm „Tandem”, und von 14 bis 16 Uhr gibt es Gruppenangebote für Senioren.

Zudem werden mittwochs von 10 bis 12 Uhr Migranten beraten, von 14 bis 16 Uhr finden offene Sprechstunden des Jugendmigrationsdienstes statt und von 16 bis 17.30 Uhr ein Familientreff. Donnerstags öffnet das Müttercafé mit Spielkreis von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/velau-die-kugel-kommt-bei-den-menschen-an-1.395112#plx498136009
Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an
Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung: 27. November 2011, 18:31 Uhr
Die internationale Frauengrupp
Die internationale Frauengruppe des Stadtteils steuert kulinarische Köstlichkeiten zur offiziellen Eröffnung der „Kugel” am Samstagvormittag bei. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. Die Resonanz war groß am Samstag bei der Eröffnung des Kultur- und Generationenhauses („Kugel”) an der Breslauer Straße, und neben Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und den Gründungsmitgliedern des Vereins Kugel waren es vor allem die Bewohner der Velau, die die Veranstaltung mit Leben füllten.

Die Catering-Schülerfirma der Kogelshäuserschule versorgte die Gäste mit Getränken, die internationale Frauengruppe der Velau bot kulinarische Köstlichkeiten an, und man kam ins Gespräch. Die „Kugel” bewährte sich gleich zum offiziellen Start als gesellschaftliches Zentrum und Treffpunkt der Generationen und Kulturen.

Im offiziellen Teil der Einweihung bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die „Kugel” als einen Ort, an dem Integration wirklich gelebt werde. „Die Velau ist ein besonderer Stadtteil mit vielen Chancen, und das Projekt ?Soziale Stadt hat viel erreicht, nicht nur die Kugel. Die Bündelung von Engagement schafft eine nachhaltige Verbesserung der Stimmung im Stadtteil”, lobte Gatzweiler.

Stadtteilmanager Wolfgang Joußen dankte seinerseits der Verwaltung, dem Stadtrat und der Kogelshäu-serschule, auf deren Gelände das alles andere als runde Gebäude beherbergt ist, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. „Mein besonderer Dank gilt natürlich den Bewohnern der Velau, die das Haus mit geplant und getragen haben”, sagte Joußen.

Nachdem Andrea Müller kurz den Verein Kugel vorgestellt hatte, erkundeten die vielen Besucher der Eröffnung ausgiebig die insgesamt 150 Quadratmeter des neuen Kultur- und Generationenhauses. Unter ihnen auch Margarete und Georg Hipler, die vom Donnerberg in die Velau gekommen waren, um die Kugel kennenzulernen.

„Wir waren neugierig und wollten wissen, was es mit der Einrichtung auf sich hat”, beschrieb Georg Hipler, und seine Frau meinte, der Weg habe sich gelohnt: „Es ist auch von Innen ein tolles Haus, in dem interessante Veranstaltungen geplant sind. Es war gut, hierher zu kommen, denn jetzt können wir anderen Menschen berichten, was hier aufgebaut wurde”, erklärte Margarete Hipler, die sehr angetan war.

Die barrierefreie „Kugel” verfügt über Beschallungs- und Klimaanlage sowie Sanitärbereiche und Behinderten-WC. Videobeamer sind bereits installiert, und eine mobile Bühne wird künftig die Ausstattung des großen Hauptraums komplettieren, so dass dieser zum Beispiel auch für Tagungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden kann.

Mobile Trennwand

Mittels einer mobilen Trennwand kann der Raum unterteilt werden, und zwei Veranstaltungen können zeitgleich stattfinden. Ein kleines Büro und eine Teeküche sind ebenso vorhanden wie Anschlüsse für eine mobile Theke, denn in der „Kugel” sollen nicht nur verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, sondern das Haus wird auch den Anwohnern in der Velau zur Verfügung stehen.

„Dinge, die das Leben der Bewohner des Stadtteils bestimmen, sollen hier stattfinden. Also können die Räumlichkeiten auch für private Feiern angemietet werden”, erläuterte Ralf Bruders, einer der Vorsitzenden des Vereins, der ab Januar 2012 die Gesamtverantwortung für das Haus tragen wird. Ein erstes vorgegebenes Veranstaltungsangebot besteht bereits: Montags von 14 bis 16 Uhr öffnet ein Seniorentreff für Migranten, dienstags läuft von 10 bis 12 Uhr das Sprachaustauschprogramm „Tandem”, und von 14 bis 16 Uhr gibt es Gruppenangebote für Senioren.

Zudem werden mittwochs von 10 bis 12 Uhr Migranten beraten, von 14 bis 16 Uhr finden offene Sprechstunden des Jugendmigrationsdienstes statt und von 16 bis 17.30 Uhr ein Familientreff. Donnerstags öffnet das Müttercafé mit Spielkreis von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Velau: Die „Kugel” kommt bei den Menschen an - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/velau-die-kugel-kommt-bei-den-menschen-an-1.395112#plx498136009

Stolberg-Velau. Die Resonanz war groß am Samstag bei der Eröffnung des Kultur- und Generationenhauses („Kugel”) an der Breslauer Straße, und neben Vertretern von Stadtverwaltung, Politik und den Gründungsmitgliedern des Vereins Kugel waren es vor allem die Bewohner der Velau, die die Veranstaltung mit Leben füllten.

Die Catering-Schülerfirma der Kogelshäuserschule versorgte die Gäste mit Getränken, die internationale Frauengruppe der Velau bot kulinarische Köstlichkeiten an, und man kam ins Gespräch. Die „Kugel” bewährte sich gleich zum offiziellen Start als gesellschaftliches Zentrum und Treffpunkt der Generationen und Kulturen.

Im offiziellen Teil der Einweihung bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die „Kugel” als einen Ort, an dem Integration wirklich gelebt werde. „Die Velau ist ein besonderer Stadtteil mit vielen Chancen, und das Projekt ?Soziale Stadt hat viel erreicht, nicht nur die Kugel. Die Bündelung von Engagement schafft eine nachhaltige Verbesserung der Stimmung im Stadtteil”, lobte Gatzweiler.

Stadtteilmanager Wolfgang Joußen dankte seinerseits der Verwaltung, dem Stadtrat und der Kogelshäu-serschule, auf deren Gelände das alles andere als runde Gebäude beherbergt ist, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. „Mein besonderer Dank gilt natürlich den Bewohnern der Velau, die das Haus mit geplant und getragen haben”, sagte Joußen.

Nachdem Andrea Müller kurz den Verein Kugel vorgestellt hatte, erkundeten die vielen Besucher der Eröffnung ausgiebig die insgesamt 150 Quadratmeter des neuen Kultur- und Generationenhauses. Unter ihnen auch Margarete und Georg Hipler, die vom Donnerberg in die Velau gekommen waren, um die Kugel kennenzulernen.

„Wir waren neugierig und wollten wissen, was es mit der Einrichtung auf sich hat”, beschrieb Georg Hipler, und seine Frau meinte, der Weg habe sich gelohnt: „Es ist auch von Innen ein tolles Haus, in dem interessante Veranstaltungen geplant sind. Es war gut, hierher zu kommen, denn jetzt können wir anderen Menschen berichten, was hier aufgebaut wurde”, erklärte Margarete Hipler, die sehr angetan war.

Die barrierefreie „Kugel” verfügt über Beschallungs- und Klimaanlage sowie Sanitärbereiche und Behinderten-WC. Videobeamer sind bereits installiert, und eine mobile Bühne wird künftig die Ausstattung des großen Hauptraums komplettieren, so dass dieser zum Beispiel auch für Tagungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden kann.

Mobile Trennwand

Mittels einer mobilen Trennwand kann der Raum unterteilt werden, und zwei Veranstaltungen können zeitgleich stattfinden. Ein kleines Büro und eine Teeküche sind ebenso vorhanden wie Anschlüsse für eine mobile Theke, denn in der „Kugel” sollen nicht nur verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, sondern das Haus wird auch den Anwohnern in der Velau zur Verfügung stehen.

„Dinge, die das Leben der Bewohner des Stadtteils bestimmen, sollen hier stattfinden. Also können die Räumlichkeiten auch für private Feiern angemietet werden”, erläuterte Ralf Bruders, einer der Vorsitzenden des Vereins, der ab Januar 2012 die Gesamtverantwortung für das Haus tragen wird. Ein erstes vorgegebenes Veranstaltungsangebot besteht bereits: Montags von 14 bis 16 Uhr öffnet ein Seniorentreff für Migranten, dienstags läuft von 10 bis 12 Uhr das Sprachaustauschprogramm „Tandem”, und von 14 bis 16 Uhr gibt es Gruppenangebote für Senioren.

Zudem werden mittwochs von 10 bis 12 Uhr Migranten beraten, von 14 bis 16 Uhr finden offene Sprechstunden des Jugendmigrationsdienstes statt und von 16 bis 17.30 Uhr ein Familientreff. Donnerstags öffnet das Müttercafé mit Spielkreis von 9.30 bis 11.30 Uhr.

 

 

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Stolberger Zeitung 02.12.2010

 

Eindrucksvolles Ergebnis ist 700 Kilo schwer

 

In der Velau erschuf eine multikulturelle Frauengruppe mehrere Wochen lang eine große Betonskulptur. Zusammenhalt und Geborgenheit.

Von Dirk Müller

Stolberg-Velau. Eine zwei Meter hohe und zirka 700 Kilogramm schwere Betonskulptur ist das eindrucksvolle Ergebnis der zweieinhalbwöchigen Arbeit einer multikulturellen Frauengruppe der Velau. Insgesamt acht Frauen, von denen vier den „harten Kern“ bildeten, verbrachten bis zu sechs Stunden täglich im Stadtteilbetrieb der „low-tec“, um den „Startschuss“ zur geplanten Skulpturenstraße in der Velau und Auf der Mühle Realität werden zu lassen. Resultat ist ein Objekt, das aus zwei sich umarmenden Frauen besteht. In einem Ring sitzend, symbolisieren sie die geschlossene Einheit der Frauen aller Welt. 

„Die Geste der beiden Frauen steht für Geborgenheit, Sicherheit und ein ‚Für-­einander-da-sein‘“, erklärt Sabine Wagner, eine der Teilnehmerinnen des Projekts. Dieses sei nur durch eine beispielhafte Kooperation möglich gewesen, betont Annette Groneberg von der „low-tec“: „Die Skulptur ist im Rahmen von ‚Soziale Stadt Velau/Auf der Mühle‘ hier im Stadtteilbetrieb in Zusammenarbeit mit dem Werk- und Bildungszentrum ‚Bleiberger Fabrik‘ entstanden. Gefördert wurde das Projekt durch das Programm ‚Stärken vor Ort‘ des Bundesministeriums für Familien aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.“ 

Für die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft „low-tec“ sei das künstlerische Schaffen eine Brücke zum Handwerk und damit zum Arbeitsmarkt, erläutert Groneberg. Im Sinne von „Soziale Stadt“ ist die Skulptur, die im Frühjahr nahe des Stadtteilbüros in der Mittelstraße aufgestellt werden soll, ein Zeugnis von Identifikation und Engagement mit und in dem Stadtviertel. Begeistert über die Umsetzung des kupferstädter Projekts zeigt sich Sibylle Keupen von der Bleiberger Fabrik: „Es war toll, wie die Frauen Alltag, Kinder und Arbeit mit der Realisierung der großen Skulptur unter einen Hut gebracht haben. Hier im Stadtteilbetrieb hatten wir auch optimale Bedingungen und wurden zum Beispiel von dem Beton-Workshop der ‚low-tec‘ mit Werkzeug und Manpower unterstützt“, freut sich Keupen.

Bei der Anfertigung des Objekts für die Velau „made in Velau“ standen den Frauen die Künstler Ria Geis aus Stolberg und Sebastian Schmidt (Kunstwerkstattmobil) mit Rat und Tat zur Seite. „Jede von uns hat aber ihre Ideen mit einbringen können. Das führte natürlich auch zu Meinungsverschiedenheiten – am Ende konnten wir uns aber immer einigen“, beschreibt Khairunnissa Mazeena Ismail, die mit Geis Modell für die Skulptur saß. 

Auf Grundlage der zweidimensionalen Fotografie der Beiden entstand zunächst ein Metallkorb als Gerüst für das imposante Betonobjekt.

Ein eingespieltes Team geworden 

Entstanden sei die Skulptur ebenso aus Beton wie aus dem starken Gemeinschaftsgefühl, das die Frauen bei der Arbeit entwickelt haben, meint Lieu Nguyen. „Wir kannten uns ja zu Beginn gar nicht, sind aber bei der Arbeit zu einem richtig eingespielten Team geworden. Heute sind wir auch privat befreundet“, ergänzt ihre „Velauer Kunst-Kollegin“ Nadine Riss. 

So sind sich die beteiligten Frauen über mindestens zwei Dinge absolut einig. Die Skulptur spiegele das wider, was ihnen selbst innerhalb des Projekts zu Teil wurde: Zusammengehörigkeit, Geborgenheit und ein menschliches Miteinander. 

Außerdem können sie das nächste Frühjahr kaum erwarten, denn dann wollen sie – selbstverständlich täglich – zu ihrem Kunstobjekt in der Mittelstraße gehen, dort verweilen und das Ergebnis ihrer Arbeit im Stadtteilbetrieb stolz betrachten.

English

Website translation FFFIS_3_1.pdf
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نتيجة مثيرة للإعجاب ثقلها 700 كيلو
Eindruksvolles Ergebnis ist 700.pdf
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